Buddhismus von Indien nach Tibet

In zwei Etappen wurden alle buddhistischen Lehren von Indien nach Tibet übermitelt: zuerst durch den Inder Padmasambhava (ca. 8.Jhd.), auf den sich die alte Tradition der Nyingmapa gründet, und dann ca. 300 Jahre später durch Tibeter, die bei indischen Meistern studierten.

Es entstanden in Tibet vier Hauptschulen, neben den Nyingmapa auch die Kadampa,  (die späteren Gelugpa),Sakyapa und Kagyüpa. Jede dieser Lehrtraditionen zeichnet sich aus durch eine eigene Synthese von philosophischen Theorien und deren praktischer Anwendung in der Meditation. Sorgfältig wurde der gesamte Kanon (Kangyur und Tengyur) ins Tibetische übersetzt.

Das Typische für den Tibetischen Buddhismus ist die Verschmelzung des Mönchtums mit den Methoden des Vajrayana. Die Meditationsformen im Vajrayana sind mit bestimmten Meditations-Gottheiten verbunden, welche Aspekte der Buddha-Natur personifizieren.

Die Anbetung und Visualisation dieser Gottheiten ist keine magische Handlung, keine Verehrung einer äußerlich gedachten Entität. Es ist vielmehr ein Prozeß der Identifierzung mit den jeweiligen Aspekten der Buddha-Natur und den entsprechenden Energien,  die als geistige Wirklichkeit und Ausdruck der potentiellen Erleuchtung erfahren werden.

Es entwickelte sich eine hohe Kunst tantrischer Rituale,  zu der zahlreiche symbolische Bildnisse (Mandalas), Gesten (Mudras), Formeln (Mantras) und deren Erklärung gemäß buddhistischen Lehrsystemen gehören. Aber auch die Tradition der indischen Mahasiddhas, die auf einer äußerst hohen befreienden Sichtweise fußt, wie sie in den Überlieferungen von Mahamudra und Maha Ati vermittelt wird, wurde mit allen dazugehörigen yogischen Praktiken fortgesetzt.

So sammelte sich in Tibet ein großer Schatz buddhistischer Weisheit mit einer Vielzahl von Methoden an, der bis in unsere Zeit eine vollständige und authentische Übertragung und Überlieferung des Buddhismus gewährleistet.

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